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TRAUMHAUS / 2010 - 90x70cm Acryl auf Leinwand - KLAUS MÖLLERS (*1952) Abbildung hier im Kassetten-Rahmen - auf 'derRAHMENmachts.de'

Glossar - Kunst

TRAUMHAUS / 2010 - 90x70cm
Acryl auf Leinwand
KLAUS MÖLLERS (*1952)
Abgebildet hier im Kassetten-Rahmen
>> weitere Abbildungen

Begriffe - Kunst, kurz erläutert ...

Bei limitierten Grafikauflagen oder Multiples wie auch limitierte Auflagen von Skulpturen ist die normale Bezeichnung in arabischen Ziffern angegeben, also 20/99 ... meint eine Auflage von 99, mit dem durchnummerierten Blatt Nr. 20. Bedeutet nicht, dass das Blatt auch als Nr. 20 gedruckt wurde!
Hinweis: Sammelwürdig sind 'Limitierte Editionen' bis max. einer 300er Auflage! 
e.a. - epreuve d'artist (frz.) in Verbindung mit römischen Ziffern X/XV zeigen an, dass das Blatt zu dem/der KünstlerIn reservierten Teilauflage gehört, die in Eigenregie verkauft werden kann ... also Blatt Nr. 10 bei einer Auflage von 15. Überwiegend ca. 10% der Gesamtauflage
a.p. - artist proof, amerikanische Version. Druck vom Künstler abgesegnet.
p.p. - printers proof, amerikanischeFassung des Drucker OK's.
h.c. - hors commerce (frz.). Ausserhalb des Handels. Arbeiten die der/die KünstlerIn meistens als Geschenk an gute Freunde, den Verleger oder Galeristen bzw. Personen abtritt, die es ihm/ihr Wert erscheinen lassen.

Vernissage entstand aus ‚vernisser’ – glasieren. Firnis auf die Leinwand bringen / 19. JH. Daraus wurde la vernissage - Vorbesichtigung.
Accrochage - (frz. Zusammenstoß) wird gedeutet als eine Ausstellung aus dem Bestand der Galerie.
Finissage - (frz. Fertigstellung) die Ausstellung geht in die Endrunde ... würde dem 'Last Call' in Englands Pubs entsprechen! 

auch 'Salonhängung' genannt. Nach der Bilder-Hängung in der St. Petersburger Eremitage.
Kurz - wenn Sie aus Liebe zur Kunst Ihre Wohnzimmerwände dicht an dicht mit Bildern unterschiedlicher Formate vollhängen. 

Supra-porte - über der Tür hängend. Supra = über; porte = Tür

Sind Sie neugierig auf mehr Begriffe zur Kunst? > beyars.com ist eine wahre Fundgrube an Kunstbegriffen. Anmelden - und Sie erhalten täglich einen neuen erklärenden Begriff in Ihren E-Mail Account!

Als Pinselduktus bezeichnet man die Strichführung in der Malerei. Dieser kann von Bild zu Bild wie auch innerhalb eines Bildes unterschiedlich sein und damit die Wichtigkeit der Bildbestandteile für den Maler ausdrücken > de.wikipedia.org

Ein Holzschnitt ist eine Form des HOCHDRUCKS. Kurz - alles was nicht gedruckt werden soll, wird 'weggeschnitten'. Die erhabenen Stege nehmen dann die jeweilige Farbe als Druckträger auf. Die Künstlerin, der Künstler ist in diesem Fall 'Schnitzer' und Drucker in einer Person >> Gunda Behrens Holzschnitte > UNIKATESSEN (Einzeldrucke. 18x18cm).
Nach demselben Prinzip wird beim Linolschnitt arbeitet. Ein Holzschnitt kann also sowohl Original als auch ein 'Multiple' sein.

Im Normalfall für jeden schnell zu erkennen. Wasserfarben, mit denen wir schon in der Schule unsere ertsen Aquarelle malten bzw. der Nachwuchs heute seine Eltern mit seiner, ihrer Kreativität erfreut.

Wie auf Wikipedia zu lesen > Ein Aquarell (von lateinisch aqua ‚Wasser‘) ist ein mit nicht-deckenden Wasserfarben angefertigtes Bild. Die Aquarellfarben bestehen aus sehr feinen Pigmenten, wasserlöslichen Bindemitteln wie Gummi arabicum, Traganth oder Dextrinen, sowie Netz- und Feuchthaltemitteln.
Diese lasierenden Farben werden nur mit Wasser verdünnt und mit einem Pinsel auf Papier, Pergament oder andere Materialien aufgetragen. Im Unterschied zu Gouache und Tempera schimmert beim Aquarell der weiße Malgrund durch die Aquarellfarben hindurch und gibt ihnen Tiefe und Leuchtkraft.
Die Farbwirkung entsteht in der Regel durch das lasierende Aufeinanderlegen dünner Farbschichten oder das "nass in nass" Arbeiten.

Als Gouache (auch Guasche, oder Gouasche, aus dem italienischen guazzo, d.h. "Lache") wird eine bestimmte Maltechnik mit meist deckenden, wasserlöslichen Farben bezeichnet. Gouache-Farben, die von der Industrie extra zu diesem Zweck hergestellt werden, gehören zu den Wasser-Farben, weil sie mit Wasser zu malen sind.
Im Gegensatz zum Aquarell wird in einem Gouache-Bild auch Weiß als Farbe benutzt. Die Gouache Farben werden meist deckend aufgetragen und wirken dadurch eher matt. Sie leuchten nicht ... (lesen Sie mehr auf der Seite von Martin-Misfeldt)

Tempera (von lat. temperare „mischen“, „mäßigen“) ist eine Malfarbe, deren Pigmente mit einem Bindemittel aus einer Wasser-Öl-Emulsion gebunden werden. Als wässrigen Anteil der Emulsion können Temperafarben auch Leime enthalten.

Echte Temperafarben sind als fertige Tubenfarben selten im Handel, da sie sehr leicht verderben und nur unter starkem Einsatz von Konservierungsmitteln begrenzt haltbar gemacht werden können. Das gilt besonders für Kasein-Tempera. Im Normalfall stellt ein Künstler bzw. Künstlerin sich deshalb die Farben aus Pigmenten und einer Emulsion selbst her. (entnommen Wikipedia.org)

▪ alla prima - (ital. - auf einmal; gleichzeitig) Als Alla-Prima-Technik oder Primamalerei versteht sich ein möglichst direktes fertigstellen des Bildes: Fertigstellen eines Bildes in einer Sitzung.
▪ chiaroscuro - hell-dunkel Malerei > frz. clair-obscure 
▪ chroma - (griech.) Farbe 
▪ impasto / pastos (ital. pasta = teig; teigig) dick deckender Auftrag mit sichtbarem Duktus, der eine reliefartige Oberfläche entstehen läßt
▪ Duktus - (lat.) Führung. Pinselführung eines Künstlers, d. h. die ihm eigene Malweise. Übertragen auch auf Handschrift einer Person.
▪ Farbfeldmalerei - Colour-Field-Painting, ausführlich auf beyars.com
▪ grisaille - grau in grau (?)
▪ 'hard edge-malerei' - 1958 von dem amerikanischen Kritiker Jules Langsner geprägter Ausdruck für eine abstrakte Richtung der Malerei des 20. Jh., wobei, wie bei der Farbfeldmalerie, große Farbfelder, aber nicht die fließenden Übergänge üblich sind > wie vorher >> Farbfeldmalerei
▪ Karnation - Fleischton. In der Malerei der rosige Farbton der Haut.  
▪ Lokalfarbe (lat. locus = der Ort, die Stelle) oder Gegenstandsfarbe: Eigenfarbe eines Gegenstandes
▪ pastos - dick aufgetragen, aus der Tube
▪ pasticcio - gebräuchlicher Ausdruck für ein Werk der Bildenden Kunst, seit dem 17. Jahrhundert , dessen Vorbild Arbeiten mehrerer Künstler dienten.
▪ pleinair (frz. en plein air) - unter freiem Himmel > Freilichtmalerei vs. Ateliermalerei 
▪ sfumato (ital.) - verraucht; verschwommen: zuerst verwendet von Leonardo da Vinci (1452-1519) für die im Dunst schwimmenden Hintergründe auf dem Bild

Eine Lithografie  - im Original auf Stein = Steindruck (Solnhofener Plattenkalk - heute auch als exklusiver natürlicher Fußboden begehrt), sonst als Offsetlithografie bekannt - ist eine Form des FLACHDRUCKS.  Von Senefelder um 1796 erfunden. Er realisierte den chemischen Vorgang, das sich Wasser und Fett abstoßen und kam über diesen Effekt zu der damals völlig neuen innovativen Drucktechnik. 
Für eine Mehr-Farbenlithografie muß also passgenau gearbeitet werden > daher die kleinen Kreuze auf den Papierbögen.
Eine Original-Lithografie ist also vom Stein gedruckt. Mit jedem Druckvorgang vermindert sich die Dicke der Steinplatte (natürlich nur minimal ... 'aber steter Tropfen höhlt den Stein'). Anfangs um die 10-12cm dick und schwergewichtig. Nach und nach dann dünner und leichter. 
Noch exquisiter, wenn die Originallithografie selbst von Künstlerhand abgezogen.
In Hamburg hatte der Künstler Hanno Edelmann seine Lithografien noch auf seiner eigenen Lithopresse im Keller gedruckt.
Eine Lithografie ist also auch ein 'Multiple'. >> z.B. die Lithografien von Paul Wunderlich GRÜNE VASE und LILIE.

Die Radierung (von lateinisch radere „kratzen, wegnehmen, entfernen“) ist eine Form des TIEFDRUCKS >> Aquatinta, Farbradierung ... in der über der Radierplatte liegenden Deckchicht zeichnet, ritzt die Künstlerin bzw. Künstler - spiegelverkehrt! - das Motiv ein. Dies Liniengeflecht wird dann mit Säure bestrichen, die sich in die darunter liegende Metallschicht 'einfrisst' und danach die Farbe aufnimmt. Für eine Mehr-Farbenradierung muß also passgenau gearbeitet werden.
Bei einer Kaltnadelradierung wird mit einer Radiernadel aus härtesten Stahl das Motiv fein oder tief in die Druckplatte (Kupfer, Zink oder Messing) eingeritzt >> die Auflagen liegen meistens bei 100-150 Exemplaren.
Je niedriger die Auflage, desto höher der Preis >> Dies Beispiel von Prof. R.-H. Geller zeigt eine 5er Auflage aus 1995 (!). Eine von eigener Hand gedruckte Auflage für seine engsten Freunde. Eine Radierung ist also auch ein 'Multiple'.

Die Technik des Siebdrucks (engl. Silk-Screen) benötigt ebenfalls für jede Farbe ein 'Sieb' (Gaze Geflecht). Die nicht zu druckenden Bereiche werden 'abgedeckt', farbundurchlässig gemacht. Auf den druckbaren Bereich wird dann mit dem Farbrakel (sofern Handdruck) die Farbe aufgebracht. Ist es also ein 5-Farben Siebdruck, werden 5 Siebe erforderlich.
Ausführlich auf Wikipedia nachzulesen.

Jedes Kunstwerk das mehr als einmal nach der (Original-)Vorlage generiert wird. Ob als Fotografie, Lithografie, Siebdruck, Radierung, Holzschnitt oder 3-dimensionales Objekt > z.B. Acryl-Objekte der Meissner Ediiton von Friedrich Geiler.

Originalgrafik definiert sich als vom Künstler, Künstlerin kreativ und unter seiner Aufsicht (> bei Siebdruck) bzw. von ihm selbst ausgeführter Druck > Originallithografie (Steindruck), Radierung. Eine Auflage sollte kleiner als 300 Exemplare sein!

Vintage prints – Abzüge innerhalb 5 Jahren nach Aufnahme
Period Prints – nach der 5 Jahresfrist
Modern Prints – Abzüge > 10 Jahre
Estate Prints – Abzüge nach Tod des Künstlers ( vom Nachlassverwalter i.A. gegeben)
Later Printed Prints – wie vorher, geringer Umfang in der Tonalität 

Das neue Wort für > eine Ausstellung thematisch aufzubereiten und in ein Konzept bringen > KURATOR war früher nur in Museen gebräuchlich. Heute eine Person, die eine Ausstellungskonzept erstellt.

Abgeleitend vom lat. 'provenire' = herkommen >> Die Herkunft eines Werkes. Mitbestimmender Faktor in einer Auktion, der wesentlich dazu beitragen kann, Bieter zu höheren Angeboten zu verführen.
>> Wer war der Vorbesitzer? Stammt es aus einer (bekannten, berühmten) Sammlung? Wo ist schon mal ausgestellt gewesen?

(frz. craquelé = rissig) Krakelees sind feine Risse auf der Leinwandfarboberfläche bzw. Firnis. Entstanden durch Spannungen des Materials. Dehnungsbewegung des Bildträgers führt zu Brüchen in der Malschicht > Frühschwundrisse bei sehr pastosen Farbauftrag. Normalerweise terten sie nur in der Malschicht auf, in die Grundierung dringen sie nicht vor.

An erster Stelle steht natürlich die handschriftliche Signatur des Künstlers. Bei Grafik-Auflagen überwiegend in Bleistift ausgeführt (mit Jahr, Auflagenhöhe und durchnummeriert).
Außerdem - aufgepasst ! - bei unlimitierten Auflagen, wenn auch als (Offset-)Lithografie oder im Siebdruck, signiert die Künstlerin bzw. der Künstler direkt in den Druckträger. Also nur einmal und die Signatur wird dann mitgedruckt. Eine Auflagenhöhe wird dann meistens nicht mit angegeben. Preislich im Verkauf ein gravierender Unterschied ... und noch ein kleiner Tipp: Bilder mit einer 'Buchfalte' stammen auch aus einem Kunst-Buch, wenn es Ihnen gefällt, warum nicht. Aber achten Sie auf den verlangten Preis!!

Sie werden des öfteren sicher den Begriff 'Sekundärer Markt' in der FAZ / Kunstmarkt oder im Kunstmarktteil vom Handelsblatt gelesen haben.
Der Kunstmarkt gestaltet sich wie eine Pyramide: Die Basis ist der 'Primäre Markt' - das Mittelfeld der 'Sekundäre Markt' und die Spitze hält der 'Tertiäre Markt'.

Unter dem 'Primären Markt' wird der Verkauf von und an Privatpersonen und zwischen Privatpersonen und Künstlern ohne professionelle Absichten verstanden. Das was, z.B. auf Anzeigenportalen wie markt.de, ebay-kleinanzeigen.de oder eart.de angeboten wird.

Der 'Sekundäre Markt', der Mittelstand des Kunstbetriebes also, sind die Galerien und der Kunsthandel. Hier herrscht zwar ein begrenztes Kunst-Angebot vor, doch der Sammler und Kunstfreund hat die Option auf Alternativen >> artmarket.com (vormals artprice.com)

Die Spitze- der 'Tertiäre Markt', die Großindustrie im Kunsthandel, nehmen international agierende Auktionshäuser wie Christie's, Sotheby's, Bonhams, Tajan, Artcurial, Dorotheum, Lempertz, Ketterer-Kunst und Schwergewichte des Kunsthandels, Galerien wie Gagosian, Hauser + Wirth, Zwirner, Marlborough ein. Hier sind Sammler fixiert auf ein bestimmtes Werk eines Künstlers, das ihre Sammlung vervollständigen soll. Eine Alternative schließt sich damit aus.

Setzung - so der sprachliche Terminus. Der Anbieter, der Galerist oder Kunsthändler wirft im übertragenden Sinne den 'Fehde-Handschuh' in den Ring: Er macht den Preis für ein bestimmtes Werk publik.
Vielleicht schickt er Ihnen als Sammler ein Angebot, das Ihre Kollektion bereichern würde und nennt einen (gepfefferten) Preis, den Sie möglicherweise als akzeptabel oder völlig obsolet empfinden. Der Galerist hat mit Bekanntgabe des Preises eine Wertbehauptung in den Raum gestellt ... von dem er/sie hofft, das der Preis auf Gegenliebe stößt.
Im Grunde wie bei einer Auktion. Der Auktionator eröffnet mit einem Schätzpreis und hofft, eine oder mehrere Parteien ziehen jetzt mit. Hat er/sie sich verkalkuliert ist das Objekt 'verbrannt' oder auf englisch 'get burned' ...
Dazu eine Anekdote von Zwirner. Zu seiner Galerieeröffnung und ersten Ausstellung, sie waren noch mit dem Aufbau beschäftigt, kam ein Sammler und fragte nach dem Preis eines Werkes. Zwirner, noch gar nicht auf Verkaufspreise vorbereitet, überlegte nur kurz und warf dem Sammler die Zahl 10.000 zu. Gekauft! 10.000$ Deal. War das Werk tatsächlich soviel wert? Keine Ahnung. Das zum Thema Preis-Setzung!
Marktwerte der einzelnen Künstler oder auch das Ranking vermitteln Ihnen artnet.com, artmarket.com, blouinartsalesindex.com... der jährliche Kunstkompass von Linde Rohr- Bongard im manager magazin, der Mei-Moses Index (2002 von Jianping Mei, PhD und Michael Moses, PhD gegründet. 2016 von Sotheby's übernommen) oder die Einschätzung von Roman Kräussl >> REPORTS 


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>> Glossar - Auktionen
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